Autor(en) / Quelle(n): Mitteilung der Pressestelle
- Conen ist einer der führenden Produzenten von Möbeln und Halterungssystemen für Bildungseinrichtungen und Büroräume
- Vorläufiger Insolvenzverwalter Tobias Wahl von Anchor Rechtsanwälte hat M&A-Berater beauftragt
- Geschäftsbetrieb läuft an allen vier Standorten unverändert weiter
Wittlich/Mannheim, 02. April 2025. Rechtsanwalt Tobias Wahl hat als vorläufiger Insolvenzverwalter der Conen Unternehmensgruppe für die fünf zum Verbund gehörigen Unternehmen einen strukturierten Investorenprozess begonnen. Die Conen Holding GmbH, Conen Produkte GmbH, Conen Real Estate GmbH, Conen Systems GmbH und Möbelwerke Niesky GmbH mussten Ende Februar 2025 beim Amtsgericht Wittlich einen Insolvenzantrag stellen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl hat sich zusammen mit dem Team um die Anchor-Rechtsanwälte Gregorio Calocero und Turmandach Zeh erfolgreich darum bemüht, dass der Geschäftsbetrieb an den vier Standorten ohne Einschränkungen weiterläuft. „Eine funktionierende Produktion sowie entsprechende Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden sind eine wesentliche Voraussetzung, um einen neuen Investor für das Unternehmen zu finden. Wenn der Geschäftsbetrieb erst einmal still steht, dann geht das mit erheblichen Wertverlusten einher. Daher bin ich froh, dass das Team von Conen tatkräftig weiter mitzieht und damit einen wesentlichen Beitrag für eine erfolgreiche Sanierung leistet“, erklärt Tobias Wahl. Die Gehälter der rund 225 Beschäftigten sind durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert.
Traditionsunternehmen mit internationaler Ausrichtung
Die Conen Group ist ein mittelständisches Produktionsunternehmen mit Hauptsitz in Morbach-Gonzerath bei Wittlich. Seit der Gründung im Jahr 1960 hat sich das Unternehmen von einer kleinen Verpackungsfirma zu einer breit aufgestellten Unternehmensgruppe entwickelt. Heute umfasst die Gruppe drei operative Gesellschaften und vertreibt ihre Produkte weltweit. Die über 60-jährige Unternehmensgeschichte ist geprägt von kontinuierlichem Wachstum und einer konsequenten Weiterentwicklung des Produktportfolios. Unter dem Dach der Conen Group agieren drei eigenständige Gesellschaften: die Conen Produkte GmbH, die Conen Systems GmbH und die Möbelwerk Niesky GmbH. Ergänzt wird das Portfolio seit einigen Jahren durch Displayständer, Medienmöbel, Rednerpulte und Lichtbildwände, die seit einer Verschmelzung im Sommer 2022 unter der Marke HKS Systemtechnik vertrieben werden. Die Unternehmensgruppe über vier Standorte in Morbach-Gonzerath (LK Bernkastel-Wittlich), Niesky (bei Dresden), Paderborn und Borchen (bei Paderborn) mit insgesamt rund 225 Mitarbeitenden erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund 64 Mio. EUR. 2019 erwarb die Investmentgesellschaft Halder die vollständigen Anteile der Inhaberfamilie an der Conen Gruppe.
Komplette Wertschöpfung aus einer Hand
Die Conen Group versteht sich als Komplettanbieter für moderne Einrichtungslösungen. Das Produktportfolio reicht von ergonomischen Möbeln für Bildungseinrichtungen bis hin zu elektrisch höhenverstellbaren Tafel- und Displayhalterungssystemen für Büro- und Konferenzräume. Zum Leistungsspektrum gehört die gesamte Wertschöpfungskette: von der Ideenfindung und Konstruktion über die Prototypenherstellung und Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Logistik. Durch diese vertikale Integration kann Conen besonders flexibel auf individuelle Kundenanforderungen reagieren. Die enge Zusammenarbeit der Abteilungen ermöglicht es, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und die Produkte weltweit zu vertreiben.
Bereits mit Restrukturierung begonnen
Die Conen Group sah sich zuletzt mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Ein starker Umsatzrückgang im US-Geschäft, bedingt durch ausgelaufene Förderprogramme und eine Marktsättigung, belastete die Gruppe spürbar. Auch in Deutschland sorgte die stockende Fortsetzung des „Digitalpakts 2.0“ für ausbleibende Aufträge. Zusätzlich leidet das Unternehmen unter einem verschärften Preisdruck bei Displays, der sich negativ auf das Geschäft mit Halterungssystemen auswirkt. Der aggressive Wettbewerb, insbesondere durch einen chinesischen Hersteller, verschärfte die Lage weiter. Bereits Ende 2024 leitete die Conen Group erste Restrukturierungsmaßnahmen ein. Weiterhin sollte eine Übernahme von wesentlichen Geschäftsanteilen durch einen neuen Investor erfolgen. Die Verhandlungen waren nach dem Jahreswechsel sehr weit fortgeschritten, verliefen im Ergebnis jedoch fruchtlos. Damit war ein Insolvenzantrag der Conen Gruppe unvermeidlich.
Neue Investorenlösung angestrebt
Mit der Durchführung einer strukturierten Investorensuche hat der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl in Abstimmung mit den Gläubigern die M&A-Beratungsfirma Falkensteg beauftragt. Für den M&A-Prozess sind Jonas Eckhardt und Georg von Verschuer (beide Partner bei Falkensteg Corporate Finance) zuständig.
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