16.01.2026

Riedl Kunststofftechnik und Formenbau beantragt Insolvenzverfahren

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Author(s) / Source(s): KlartextPR

- Rechtsanwalt Marc-André Kuhne zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt
- Geschäftsbetrieb des Erdinger Traditionsunternehmens läuft uneingeschränkt weiter
- Optimismus für eine nachhaltige Fortführungslösung in den kommenden Wochen

Erding / Landshut, 16. Januar 2026. Das Traditionsunternehmen Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Erding hat beim zuständigen Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht ordnete im Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Geschäftsbetrieb läuft stabil weiter

Die Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Erding ist ein spezialisierter Hersteller von Spritzgussformen aus Metall und produziert mithilfe dieser Formen hochwertige Kunststoffteile. Das Traditionsunternehmen blickt auf eine lange Historie zurück: Während der aktuelle Geschäftsbetrieb auf ein im Jahr 1959 gegründetes Einzelunternehmen basiert, wurde die heutige Gesellschaft im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Zum festen Kundenstamm des Betriebs gehören renommierte Größen wie Rohde & Schwarz, Kermi, Schott-Glas und ThermoFisher.

Trotz des Insolvenzantrags geht der Betrieb am Standort in Erding ohne Einschränkungen weiter – auch nach dem Jahreswechsel. Unmittelbar nach seiner Bestellung hat der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne die Arbeit aufgenommen und gemeinsam mit der Geschäftsführung die Stabilisierung des Unternehmens eingeleitet. Die Versorgung der Kunden ist weiterhin vollumfänglich gewährleistet.

„Unser vorrangiges Ziel war es, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die hohe Qualität der Produktion aufrechtzuerhalten. Die ersten Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten sind sehr konstruktiv verlaufen, was uns die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Wochen gibt“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne. Die 29 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 25 in Vollzeit und zwei Auszubildende) wurden bereits über die aktuelle Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die Zeit bis Februar 2026 über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert.

Gute Sanierungsaussichten

Die Ursachen für die wirtschaftliche Krise der Riedl Kunststofftechnik liegen in einem erheblichen Umsatzrückgang um rund ein Viertel. Weiterhin stiegen die Kosten beim Werkzeugbau. Infolge dieser Entwicklungen rutschte das Unternehmen im Jahr 2025 tief in die Verlustzone. Aktuell wird unter Hochdruck an einer langfristigen Fortführungslösung gearbeitet. Dabei zeichnen sich bereits zwei konkrete Wege ab: Zum einen gibt es erste Anzeichen für eine interne Lösung im Rahmen eines „Management-Buy-Outs“ durch bisherige Mitarbeiter. Parallel dazu wurde ein strukturierter M&A-Prozess (Investorenprozess) initiiert, um potenzielle externe Partner für das Unternehmen zu gewinnen. „Die technische Kompetenz und der gute Ruf des Unternehmens bilden eine solide Basis für die Sanierung. Ich bin optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen eine tragfähige Lösung finden werden, die sowohl den Erhalt des Standortes als auch der Arbeitsplätze sichert“, so Marc-André Kuhne abschließend.

Über dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB

Die Kanzlei dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB (www.dkr-partner.de) verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Sanierung und Restrukturierung. Sie ist mit zwei Verwaltern und einem Team von zehn Mitarbeitenden an zahlreichen Gerichten in Bayern tätig und bearbeitet Insolvenzverfahren aller Größenordnungen. Besondere Expertise hat die Kanzlei in den Bereichen der übertragenden Sanierung, in Insolvenzplanverfahren sowie in Eigenverwaltungen; ihre Partner stehen auch als Organ (CRO) in Eigenverwaltungsverfahren zur Verfügung. Rechtsanwalt und Partner Marc-André Kuhne ist spezialisiert auf Betriebsfortführungen und Sanierungen, sowie auf die Begleitung von Eigenverwaltungsverfahren als Sachwalter. Er wird seit 15 Jahren regelmäßig als Insolvenzverwalter bestellt.

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