09.04.2026

Stiftung Langwied gerettet – Insolvenzplan einstimmig angenommen

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Autor(en) / Quelle(n): Mitteilung der Pressestelle

Saarbrücken, 08.04.2026 – Die Stiftung Langwied, die in Saarbrücken mehrere Seniorenheime sowie Einrichtungen der Jugendhilfe betreibt, wird das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung erfolgreich abschließen. Die Gläubigerversammlung hat am 02. April 2026 den vorgelegten Insolvenzplan einstimmig angenommen.

Die Stiftung Langwied hatte das Verfahren im März 2025 eingeleitet und sich dabei bewusst für die besondere Verfahrensart der Eigenverwaltung entschieden, um Einschränkungen in der Versorgung der betreuten Personen zu vermeiden. Der Geschäftsbetrieb wurde während des gesamten Verfahrens uneingeschränkt fortgeführt. Sowohl die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Seniorenheimen als auch die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen der Jugendhilfe waren jederzeit gewährleistet. Die wirtschaftliche Basis der Stiftung ist nachhaltig gestärkt und die Zukunft der Einrichtungen langfristig gesichert. Damit hat sich die Eigenverwaltung erneut als tragfähiger Rahmen für eine Sanierung im laufenden Betrieb erwiesen.

Unterstützt wurde die Stiftung Langwied dabei von der Insolvenz- und Sanierungsabteilung der renommierten Saarbrücker Kanzlei Staab & Kollegen. Federführend haben Justizrat Günter Staab sowie die Rechtsanwälte Andreas Liebaug und Paul Baureis die Sanierung gemeinsam mit dem Vorstand umgesetzt und maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss beigetragen. Die betriebswirtschaftliche Begleitung erfolgte durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST aus Dillingen/Saar.

Die Interessen der Gläubiger werden im Rahmen der Eigenverwaltung durch den gerichtlich bestellten Sachwalter gewahrt. Diese Funktion übernahm der St. Ingberter Rechtsanwalt Matthias Bayer von der Kanzlei Abel & Kollegen, der das Verfahren kontinuierlich begleitet und überwacht hat.

Die rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung haben den Restrukturierungsprozess engagiert unterstützt und damit einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Sanierung geleistet. Die Arbeitsplätze konnten im Zuge des Verfahrens gesichert werden.

„Die einstimmige Zustimmung der Gläubiger zeigt, dass der eingeschlagene Weg breite Unterstützung findet“, erklärt Stiftungsdirektor Maik Müller. „Wir haben die vergangenen Monate genutzt, um die Stiftung mit den insolvenzrechtlich zur Verfügung stehenden Instrumenten ebenso strukturell wie wirtschaftlich neu aufzustellen“, ergänzt Justizrat Günter Staab.

PM Stiftung Langwied

„Damit war die Basis geschaffen, mit der Hauptgläubigerin eine neue langfristige Kreditvereinbarung abzuschließen sowie den Gläubigern eine für ein Insolvenzverfahren beachtliche Quote anbieten zu können“, freut sich Rechtsanwalt Matthias Bayer. Das Insolvenzverfahren wird nun zeitnah aufgehoben werden. Mit dem Abschluss des Verfahrens ist die sanierte Stiftung Langwied zukunftsfähig aufgestellt. Sie wird auch künftig ihre wichtige Rolle in der regionalen Versorgungsstruktur zuverlässig erfüllen.

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