04.04.2024

Hanselmann & Cie. Technologies stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

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Autor(en) / Quelle(n): Mitteilung der Pressestelle

Die Hanselmann & Cie. Technologies GmbH in Oppenweiler hat am Donnerstag, dem 21. März 2024, beim Amtsgericht Ludwigsburg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Sebastian Krapohl von der Kanzlei GÖRG bestellt. Der Geschäftsbetrieb geht uneingeschränkt weiter. Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis Ende Mai 2024 gesichert.

Hanselmann & Cie. Technologies ist Spezialist für Kunststofftechnologien im Spritzgusssegment mit Standorten in Oppenweiler und im ungarischen Borsodnádasd (in der Nähe von Eger). Zu den Kunden gehören Unternehmen u. a. aus den Bereichen Automotive und Maschinenbau. Hanselmann & Cie. beschäftigt aktuell rund 140 Mitarbeitende.

Ausschlaggebend dafür ist die anhaltende Krise in der Automobilwirtschaft, die bei Hanselmann in den letzten Jahren zu deutlich sinkenden Umsätzen geführt hat; seit Beginn des Jahres ist der Umsatz um 30 Prozent zurückgegangen. Preisdruck, schwer planbare Abrufe der Kunden und gleichzeitig steigende Energie- und Materialkosten haben das Unternehmen zusätzlich in die wirtschaftliche Schieflage gebracht.

„Der Geschäftsbetrieb der Hanselmann & Cie. Technologies GmbH geht trotz des eingeleiteten gerichtlichen Sanierungsverfahrens ohne Einschränkungen weiter“, betont Sanierungsexperte und Rechtsanwalt Sebastian Krapohl von der Kanzlei GÖRG. Ihn hat das Amtsgericht Ludwigsburg als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld bis Ende Mai 2024 gesichert.

„Ich verschaffe mir derzeit einen ersten Überblick über die Situation vor Ort, um dann die Sanierung von Hanselmann vorantreiben zu können. Wesentliche Kunden haben mir bereits ihre Unterstützung zugesagt, und schon jetzt liegen die ersten Interessensbekundungen von Investoren für eine Übernahme von Hanselmann vor, was die Fortführung des Unternehmens ermöglichen würde“, erklärt Sebastian Krapohl.

Unterstützt wird der vorläufige Insolvenzverwalter vom Team der Unternehmensberatung allea consult, das den vorläufigen Insolvenzverwalter betriebswirtschaftlich und in Sanierungsfragen berät.

Über GÖRG
GÖRG gehört zu Deutschlands führenden unabhängigen Wirtschaftskanzleien und unter diesen zu den Top 10 der deutschen Insolvenzkanzleien. Mehr als 300 hochspezialisierte Anwälte und Steuerberater haben bereits bundesweit in namhaften Insolvenz- und Sanierungsverfahren auf sich aufmerksam gemacht. Sebastian Krapohl ist Partner von GÖRG am Standort Stuttgart. Er wird seit 2015 regelmäßig von verschiedenen Insolvenzgerichten in Baden-Württemberg und Bayern als Insolvenzverwalter bestellt. www.goerg.de

Über allea consult GmbH
Die Experten von allea unterstützen seit vielen Jahren Unternehmen in insolvenznahen Situationen sowie in Regelinsolvenzen und Verfahren nach § 270 InsO in betriebswirtschaftlichen Themen, in Sanierungsfragen und in M&A-Projekten. In weit über 100 Fällen haben sie ihr fachliches Know-how unter Beweis gestellt – über eine Vielzahl von Branchen hinweg und in ganz Süddeutschland. Ihre Mandanten erwirtschaften in der Regel zwischen 15 Mio. und 200 Mio. Euro Jahresumsatz. Das Team um Partner Bernd Grupp berät den vorläufigen Insolvenzverwalter betriebswirtschaftlich und in Sanierungsfragen. www.allea-consult.de

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