07.11.2025

Technopia GmbH beantragt Insolvenzverfahren

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Autor(en) / Quelle(n): Mitteilung der Pressestelle

• Rechtsanwalt Marc-André Kuhne zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt
• Geschäftsbetrieb geht uneingeschränkt weiter
• Gespräche mit Investoren laufen bereits

Grafing bei München, 6. November 2025. Für die Technopia GmbH aus Grafing bei München wurde beim Amtsgericht München das Insolvenzverfahren über das eigene Vermögen beantragt. Das Amtsgericht München hat dem Antrag stattgegeben und Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Beschäftigten des Unternehmens wurden bei einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand und die weitere Vorgehensweise im vorläufigen Insolvenzverfahren informiert. Nach Gesprächen mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten konnte der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebes sicherstellen. Löhne und Gehälter der Belegschaft sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich Dezember 2025 gesichert.

Technischer Dienstleister mit industrieller Spezialisierung

Die 2013 gegründete Technopia GmbH erbringt spezialisierte technische Dienstleistungen für Industriekunden in ganz Europa. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Schaltschrankbau, der Projektierung, Programmierung und Inbetriebnahme industrieller Steuerungsanlagen sowie in der technischen Projektleitung. Das Unternehmen bietet Engineering- und Fertigungsleistungen von der Planung bis zur Umsetzung industrieller Automatisierungslösungen. Neben dem Verwaltungssitz in Grafing b. München betreibt Technopia eine Produktionsstätte in Chemnitz, an der aktuell rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Standort ist auf den Bau und die Verdrahtung von Schaltschränken und Schaltanlagen spezialisiert und beliefert Industriekunden unterschiedlicher Branchen.

Überraschender Auftragseinbruch

Technopia verfügt aktuell weiter über laufende Aufträge und eine fortgesetzte Nachfrage im Bereich industrieller Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Der Geschäftsbetrieb wird vollumfänglich fortgeführt. Ursache für die Krise des Unternehmens und dann auch für den folgenden Insolvenzantrag war ein sowohl starker wie auch überraschender Auftragsrückgang. Hinzu kamen Auftrags- und Abrechnungsverschiebungen, die die Krise verstärkt haben. Die bestehenden Liquiditätsreserven reichten nicht mehr aus. Trotz der eingetretenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bestehen nach Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters reale Chancen für eine Fortführung und übertragende Sanierung.

Suche nach Investoren läuft bereits

„Die vorhandene Auftragslage und die technische Kompetenz des Unternehmens bilden eine tragfähige Basis für eine Sanierung oder eine Investorenlösung. Wir führen bereits erste Gespräche mit mehreren Interessenten, die an einer Übernahme oder Beteiligung an der Technopia GmbH interessiert sind“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte PartGmbB, erklärt Rechtsanwalt Kuhne. Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb nahtlos zu stabilisieren und die Arbeitsplätze zu erhalten. Für die kommenden Wochen sind Gespräche mit Investoren und potenziellen Erwerbern vorgesehen. Ziel ist es, eine nachhaltige Lösung zu finden, die sowohl den Interessen der Gläubiger als auch der Belegschaft gerecht wird.

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